Buenos Aires, Jan. 2012

Avenida San Juan 3330, mittwochs ins "Sueño Porteño "

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Des öfteren zog es uns in die Avenida San Juan 3330, mittwochs ins "Sueño Porteño " und sonntags ins "Boedo Tango",
eine sehr schöne Milonga mit 2 Tanzflächen und einem Nebenbereich zum "Üben", verspiegelte Säulen, Kristall­lampen und interes­santen Bildern an der Wand.
Neben der Milonga La National (am Samstag) ist dies in der Ranking-Liste zu unserer Lieblings­milonga AAA aufgestiegen!
Hauptsächlich kommen hier die Einhei­mischen zum Tanzen, und sie wollen in erster Linie nur Tanzen, also kein aufdring­liches Anbaggern oder arbeitslose Tangolehrer auf Opfersuche, dafür aber Bomben­stimmung mit entspannten, fröhlichen Gästen zu denen man sehr schnell Kontakt findet.
Der DJ, ("obwohl") ein Italiener, spielt abwechs­lungs­reiche Tandas und überrascht immer wieder mit weniger bekannten Titeln.


Das Lokal liegt nah an der U-Bahn Haltestelle Boedo, wie sich noch heraus­stellte, mit dem Bus 115 noch günstiger zu erreichen, wir haben es uns zum Sport und Vergnügen gemacht, mit dem collectivo (Bus) zu fahren, die Verbin­dungen entnehme ich dem Internet, alles weiter wird zum Abenteuer ...angefangen bei der Suche nach den Haltestellen Hin und Zurück (es gibt fast nur Einbahn­strassen in Buenos Aires) und dann die Zwischenfälle während der Fahrt... Türen, die bei laufender rasanter Fahrt offen bleiben, Gäste, die ohne Geld aber mit Kinderwagen einsteigen wollen und sich nach erfolglosem "anbetteln" am cool bleibendem Busfahrer sich lautstark bittend im Mittelgang an die Fahrgäste um Zustimmung & Solidarität bitten... im Bus ist immer etwas los! Und Musik läuft auch.



Beim ersten Besuch gab es jedoch einen kleinen Zwischenfall... Klaus kam von der Tanzfläche, ebenso der Nachbar vom Nebentisch, der Tischnachbar brüllte höchst erzürnt, beschimpfte Klaus wild gestiku­lierend und bat mich, zu übersetzen. Klaus schimpfte ebenso und ich musste vermitteln... es ging wohl darum, dass der Typ von nebenan auf der Tanzfläche den Klaus bedrängte und Klaus ihn aber mit einer Rückhand abwehrte... ein typischer Machtkampf ums Revier und der Klaus hat sich offensichtlich mit einem selbst­er­nannten Platzhirsch angelegt... ich übersetzte alles dem Fremden, aber mir wurde schnell klar, dass dieser keine Klärung wollte, sondern nur den Streit.
Inzwischen war ich auch ziemlich wütend auf diesen Typen, und als dieser nicht aufhörte sich aufzuführen, baute ich mich vor ihm auf, ganz nah an seinem Gesicht und wagte den "Hexenblick", sah ihm entschlossen direkt in die Augen - ganz lange - meine Pupillen auf "sizilia­nische Art" wie blinkende spitze Messer auf ihn gerichtet... und ich meinte es auch Ernst...das spürte er und dann gab er auf...er ruderte zurück und zu meiner Überra­schung umarmte der Kontrahent den Klaus zur Versöhnung! Damit war dann alles geregelt.

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