Heikvaldo: Tango-Argentino - Erfahrungen

Heikvaldo: Die größten "Sünden" der Frauen

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Ja, ich muss dieses Thema noch einmal aufnehmen. Zu tief sitzt der Schmerz über die letzten Tandas. Aber bitte liebe Frauen, seht es als Hilfestellung. Im Gegenzug dürft ihr mir dann all euere Beschwerden über uns Männer als Kommentare zurückgeben.

 

Der Tango soll (darf) genossen werden. Es ist kein Wettbewerb, kein Kräfte­messen, ... Jedes Tanzpaar sollte deshalb versuchen, die jeweilige Tanda bzw. den jeweiligen Tango zu genießen. Es gibt Dinge, die diesen Genuss jedoch stören oder negativ beeinflussen. Deshalb hier eine Ergänzung meiner negativ Hitliste (darüber habe ich hier schon einmal geschrieben).

 

Zum Thema Haltung habe ich mich ja schon ausführlich (siehe Link oben) geäußert. Hier habe ich immer noch die meisten Probleme mit fehlender Körper­spannung der Frau. Ihr rechter Arm liegt mehr oder wenig schlapp in meiner Hand. Jeder Versuch einen Impuls darüber weiter zu geben, verpufft, da die Frau ihren Arm entsprechend "einknicken" lässt. Manchmal ist auch mehr oder weniger der gesamte Oberkörper "schlaff" (bzw. nicht "gespannt").

 

Das ist dann so, als würde ich mit einer Gummipuppe tanzen. Du gibst etwas "hinein" und weg ist es. Die Energie verpufft ungenutzt. Anstatt den Impuls aufzunehmen, absorbiert ihr Körper die Energie. Es passiert anschließend nichts. Stattdessen schauen dich die Frauen unsicher an ("was will er eigentlich?"). Bitte !!! Baut hier eine gewisse Spannung sowohl im Arm, als auch im Oberkörper (bzw. mehr oder weniger im gesamten Körper) auf.

 

Die Energie die vom Mann ausgeht (sofern er überhaupt Energie hat ;-) "Gummipup­pen­männer" habe ich auch schon gesehen), soll bei der Frau etwas bewirken. Wer das (noch) nicht verstanden hat, möge seinen Arzt oder Apotheker ... ach nein, das war was anderes. Dann fragt bitte eure Tanzlehrer.

 

Jetzt habe ich Bekannt­schaft mit einem neuen Phänomen gemacht: die ziehende Frau. Sie wartet gar nicht erst auf einen Impuls. Sie zieht dich förmlich hinter dir her. Da kannst (brauchst) du auch gar nicht führen. Stattdessen bist du permanent damit beschäftigt, die Frau zu "bremsen". Du bringst sie für einen (!) Ocho in Position ... und sieht dreht einen nach dem anderen. Außer dem "Startimpuls" (für genau 1 Ocho) hast du aber gar nichts initiiert.

 

Du musst sie mit mehr oder weniger "Gewalt" wieder stoppen. Du willst "gehen", sie jedoch "reißt" dich Schritt für Schritt mit nach hinten. Bitte !!!! Wo bleibt da der Genuss? Bremst eure (eigene) Energie. Wartet auf die "Einladung" des Mannes und dann dürft ihr. Aber "kommt" auch wieder zu uns zurück. Ihr sollt nicht den Rest des Liedes mehr oder weniger alleine zu Ende bringen. Als Mann möchte ich dann ja gerne den nächsten "Schritt" planen. Mit euch, für euch.

 

Beim Beobachten von Tanzpaaren kann ich oft folgende Paarungen erkennen.

  1. Er will, sie kann aber nicht (schlechte Führung? (noch) Grundsätzliche Probleme?)
  2. Er will und sie macht ... allerdings alles weitere alleine (Modell Wildpferd)
  3. Sie will, aber er kann nicht (Anfänger oder ebenfalls grundsätzliches Problem?)
  4. Er will, sie nimmt "an", macht und gibt zurück. Dann bietet er wieder an.

Ich wünsche mir jeweils eine Frau aus der letzten Kategorie. Das ist Tanz. Gemeinsam. Er bietet etwas an (einen Schritt, eine "Figur", eine Element), sie nimmt das Angebot an (ev. wird jedoch etwas anderes daraus als er geplant hat. Aber das darf ruhig so sein) und anschließend "gibt" sie den "Staffelstab" (Führung) wieder an ihn zurück und das Ganze beginnt von neuem. So verstehe ich den Tango. Es ist nicht jeder für sich alleine (obwohl man als Paar zusammen agiert), sondern man "spielt" als Team. Gemeinsam.

 

Und wenn es dann noch zusätzlich gelingt, das Ganze im Takt der Musik ablaufen zu lassen ... harmonisch als Paar ... wenn beide noch so viel Zeit haben, das alles zu genießen ... dann kann es magisch werden.

 

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